Beratungs-Hotline

Mit Profis Es ist auch wichtig zu wissen, was man nicht kann.

Über uns

Es ist erfolgversprechend, mit Menschen zu tun zu haben, die ihr Handwerk verstehen. Die Autowerkstatt, auf deren Urteil ich mich immer verlassen kann. Meine Kollegin in der Buchhaltung, die jeden Cent besser im Blick hat als ich. Mein Malermeister, der meine naiven Kundenwünsche in handwerklich solide Leistung umsetzt.

Wir geben unser Bestes, um unseren Kunden auch so ein Partner zu sein. Wir wollen das Geschäft unserer Kunden verstehen, um Software zu liefern, mit der die Kunden erfolgreich sind. Dabei passiert es nicht selten, dass wir aufgrund unserer Analyse Dinge genauer betrachten, als es dem Kunden zuvor bewusst war. Oder einfacher: Kunden bekommen nicht immer, was sie gefordert haben, aber stets, was sie brauchen. Der Projektleiter einer Agentur, mit der wir lange zusammenarbeiten, schrieb mir letztens: "Vielen Dank fürs aktive Mitdenken". Sollte das nicht selbstverständlich sein?

Ein Beispiel von vielen: Wir wollten einen Server kaufen, und dabei den Händler vor Ort unterstützen. (Denn: Nur Umsatz ist Unterstützung. Warme Worte zahlen keine Miete.) Ich bin also eines Tages dorthin gefahren und habe gefragt: "Baut ihr Server?" Die Antwort war ein klares "ja", drei Tage später lag das Angebot vor. Heute, knapp zehn Wochen später, ist allen Beteiligten klar, dass wir besser woanders bestellt hätten. Das gelieferte Produkt ist untauglich und macht keine Freude. Die Lösung wäre so einfach gewesen: Anfragen ablehnen, die nicht passen. Das hat der Händler aber nicht verstanden.

Mir lag vor einigen Tagen die Anfrage eines Menschen vor, der Beratung zu Medienserver-Software suchte. Da wir individuelle Software entwickeln, ist das nicht unmittelbar unser Geschäft. Wir haben aber im Projekt schon häufig mit Details wie PDF-Archivierung oder Volltextsuche zu tun gehabt. Im Telefonat mit dem Menschen erfuhr ich dann, dass zunächst eine Entscheidung getroffen werden soll, ob eine fertige Software gekauft und angepasst oder eine individuelle Software erstellt werden soll. Ich habe frei heraus gesagt, dass wir zu Variante eins nicht viel beitragen können, dafür von Variante zwei viel mehr verstehen. Das hat den Menschen beeindruckt, so eine Aussage hatte er wohl in einer Ausschreibungsphase selten bekommen.

Natürlich war meine Beteiligung an der Ausschreibung in diesem Moment vorerst beendet. Ob wir den Auftrag dort am Ende erhalten, weiss ich nicht. Falls wir aber beauftragt werden sollten, dann nur, weil das Projekt "Variante zwei" gewählt hat und ich zuvor eine für den Kunden gute Entscheidung getroffen habe. Ich biete nicht an, wovon wir keine Ahnung haben. Genau so wünsche ich mir das auch von anderen.